Mit Kompetenz in die Zukunft
Warum sollten Sie mich zum 1. hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Sottrum wählen?
Um diese Frage beantworten zu können, bitte ich Sie, zu realisieren, dass die Samtgemeinde Sottrum vor
einer wichtigen Weichenstellung steht. Zum ersten Mal wählen Sie Ihren hauptamtlichen, eingleisigen
Samtgemeindebürgermeister direkt. Ihre Wahlentscheidung wird die Zukunft unserer Samtgemeinde maßgeblich
bestimmen.
Was bedeutet Eingleisigkeit?
Die bisherigen Ämter des Samtgemeindebürgermeisters und des Samtgemeindedirektors werden künftig in
einer Position zusammengefasst. Der dann eingleisige Samtgemeindebürgermeister ist dann der höchste
Beamte der Samtgemeinde und hauptberuflich tätig. Wie der bisherige Samtgemeindedirektor ist der neue
Samtgemeindebürgermeister Chef der gesamten Verwaltung und repräsentiert die Samtgemeinde daneben nach
innen und nach außen. Damit gibt es nur noch eine kommunale Spitzenposition. Diese Position ist mit
klaren Verantwortlichkeiten ausgestattet. Der eingleisige Samtgemeindebürgermeister wird wie der
bisherige Samtgemeindedirektor besoldet. Er erhält nicht etwa, wie vielleicht mancher denken mag,
eine Aufwandsentschädigung wie der bisherige Samtgemeindebürgermeister.
Direktwahl:
Der neue Samtgemeindebürgermeister wird nicht mehr vom Samtgemeinderat, sondern direkt von den Bürgerinnen
und Bürgern gewählt. Wahlberechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürgern ab dem 16. Lebensjahr.
So kommt ein Stück mehr Demokratie zum Zuge, das höchste Amt der Samtgemeinde rückt näher an den Bürger
heran. Sie, als Bürgerinnen und Bürgern unserer Samtgemeinde, können nun selbst entscheiden, wem Sie die
Führung unserer Samtgemeinde anvertrauen.
Die Direktwahl findet am Sonntag, dem 10. September 2006 im Rahmen der Kommunalwahl statt. Die Amtszeit
des gewählten Samtgemeindebürgermeisters beträgt 8 Jahre.
Anforderungen des Amtes:
Gerade vor dem Hintergrund, dass die Amtszeit des neu gewählten hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeisters
8 Jahre beträgt, kommt Ihrer persönlichen Wahlentscheidung eine besondere Bedeutung zu.
Bedenken Sie, dass die Führung der Samtgemeinde eine hohe Fachkompetenz und Erfahrung erfordert. Umfassende
Erkenntnisse in allen Bereichen der kommunalen Selbstverwaltung sind die wesentlichen Grundlagen, um diese
wichtige Aufgabe im Interesse aller Einwohnerinnen und Einwohner dauerhaft wahrnehmen zu können. Und nur
eine erfolgreiche Arbeit wird unsere Samtgemeinde, unsere Gemeinden und Dörfer, und damit uns alle gemeinsam,
weiter voranbringen. An der Spitze einer zukunftsorientierten Samtgemeinde reicht es nicht aus, nur
Richtlinien auszugeben und zu repräsentieren. Im Amt des hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeisters sind
vielmehr persönliche Leistung und Erfahrung, Fachwissen und wirtschaftliches Verständnis die Erfolgsgaranten.
Ich kann diese Kriterien erfüllen.
Ich bin Kandidat für alle Bürgerinnen und Bürger. Beim Amt des künftigen Samtgemeindebürgermeisters
geht es nicht so sehr um eine parteipolitische Funktion, sondern um die kompetente, sachgerechte und
parteiübergreifende Wahrnehmung der Aufgaben.
Ich werde eine bürgernahe Verwaltung schaffen. Eine Verwaltungsführung in der heutigen Zeit muss auch
mit sozialer Kompetenz einher gehen. Ich werde sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die
Beschäftigten ein offenes Ohr haben. Teamarbeit ist für mich kein Fremdwort. Meine Maßstäbe sind und
bleiben das Wohl der Samtgemeinde, der Gemeinden und unserer Bürgerinnen und Bürger.
1. Neuordnung der Verwaltung:
Was muss sich ändern?
Als Samtgemeindebürgermeister möchte ich nicht nur der Verwaltung vorstehen, sondern mich in die bestehende Struktur integrieren und Verwaltungstätigkeiten übernehmen um meine in der Verwaltung des Landkreises und der Bezirksregierung sowie die im meinem Studium erworbenen Kenntnisse bestmöglich einzubringen. Die nachfolgend genannten Punkte liegen mir hierbei für die Verwaltung besonders am Herzen:
Die Samtgemeindeverwaltung hat sich als Art Bürgerbüro zu verstehen und muss sich dem Bürger gegenüber weiter öffnen um als Ansprechpartner für alle Belange zu dienen, um entweder selber kurzfristig Hilfestellung zu geben oder aber Kontakte zur weiteren Hilfe herzustellen.
Ein Punkt ist hierbei den Bürgerinnen und Bürgern den Finanzhaushalt der Samtgemeinde näher zubringen und zu erläutern. Darüber hinaus ist den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu Anregungen zu geben um Ideen zum Haushalt zur Debatte einzubringen.
Ein wöchentliches Gesprächsangebot vor Ort in den Gemeinden ist einzurichten. Die Verwaltung wird so direkt zum Bürger gebracht um Fragen zu beantworten.
Über die bestehenden Öffnungszeiten hinaus sind Terminvereinbarungen mit der Verwaltung zu ermöglichen. Im Gegenzuge sind für die Mitarbeiter der Verwaltung flexiblere Arbeitszeiten denkbar.
Wichtig ist außerdem die Einbeziehung des sogenannten E-Governments im Rahmen der Teilnahme an der Vernetzung der Samtgemeinden und Einheitsgemeinden mit der Landkreisverwaltung. Durch diese Zusammenarbeit werden viele Wege zum Landkreis nicht mehr notwendig sein, da bestimmte Aufgaben auch vor Ort durch die Samtgemeinde wahrgenommen werden können. Beispielsweise sind bei der Samtgemeinde Bothel seit dieser Woche Zulassungen, Ummeldungen und Abmeldungen von Kraftfahrzeugen möglich. Auch für die Samtgemeindeverwaltung in Sottrum sind solche Aufgabenübernahmen sinnvoll.
Durch die Vernetzung ist ebenso eine intensivere Zusammenarbeit der Samtgemeinden und Einheitsgemeinden untereinander möglich und anstrebenswert. Im Rahmen der Ratsarbeit ist durch die Einführung von E-Government eine Laufzeit- und Kostenreduzierung möglich. Außerdem können die Bürgerinnen und Bürger bei einer Veröffentlichung der Niederschriften der öffentlichen Sitzungen zum Beispiel im Internet tiefere Einblicke in die Rats- und Ausschussarbeit nehmen.
2. Ganztagsschulangebot / Oberstufe Gymnasium
Was ist umsetzbar?
Ganztagsschule
Durch die bisherigen Beschlüsse des Samtgemeinderates haben wir schon in der noch laufenden Wahlperiode die entsprechenden Beschlüsse gefasst um von unserer Seite aus die Voraussetzungen für die Schaffung eines Ganztagsschulangebotes zu erfüllen. Notwendig für ein erfolgreiches Ganztagsschulangebot sind jedoch in meinen Augen zunächst positive Signale aus Hannover und Berlin über eine finanzielle Unterstützung bei den mit der Schaffung des Angebotes verbundenen kurz- und mittelfristigen Bau- und Umbaumaßnahmen sowie eines positiven Ausblickes für eine entsprechende Lehrerversorgung, da ansonsten die finanzielle und personelle Umsetzung eines Angebotes die Samtgemeinde und das Lehrerkollegium vor nicht geringe Hürden stellt. Ich hoffe aber darauf, dass die Politik, die Verwaltung, die Schulleitung, das Lehrerkollegium und die Eltern in Ihren Bestrebungen nicht nachlassen und sich weiterhin gemeinsam für ein Ganztagsschulangebot in unserer Samtgemeinde einsetzen und eine finanzielle Förderung von höherer Seite in Aussicht gestellt wird.
Oberstufe Gymnasium
Unser erst seit wenigen Jahren bestehendes Gymnasium hat sich in kürzester Zeit in unserer Region durch die erfolgreiche und engagierte Arbeit des Lehrerkollegiums und der Schulleitung einen ausgezeichneten Ruf erworben. Begründet auf diesen Ruf hoffe ich dass es uns gelingt das Mittelstufengymnasium um eine Oberstufe zu erweitern um ein durchgängiges gymnasiales Angebot in Sottrum zu gewährleisten und damit einen Schulwechsel nach der 10. Klasse, eine Trennung der Klassengemeinschaft aber auch lange Schulwegfahrzeiten zu verhindern. Möglich wird dieses Angebot jedoch derzeit nur durch eine Sicherung oder sogar einen Ausbau der Schülerzahlen pro Jahrgang. Ich hoffe vor diesem Hintergrund für eine Standortsicherung des Gymnasiums auf eine Zusammenarbeit mit dem Schulstandort Ottersberg sowie auf eine Einrichtung oder Förderung bei bestimmten Fachrichtungen. Viele Gymnasien richten sich als Gymnasium mit gewissen Unterrichtsschwerpunkten wie Sprachen, Musik, Sport oder anderem aus. Auch für Sottrum ist in meinen Augen eine Schwerpunktsetzung, beispielsweise im naturwissenschaftlichen Bereich, eine Herausforderung und Ausrichtung die überlegenswert ist.
3. Wirtschaft und Wohnbebauung
Wie soll es weitergehen?
Die Samtgemeinde Sottrum in der schönen Wieste- und Wümmeniederung ist durch die verkehrsgünstige Lage zwischen den Großräumen Bremen, Hamburg und Hannover mit eigenem Autobahn- und Eisenbahnanschluss in den letzten 20 Jahren eine der Kommunen in Niedersachsen mit dem größten prozentualen Einwohnerwachstum gewesen. Die Infrastruktur mit Kindergärten, Schulen, Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen wurde von den Gemeinden und der Samtgemeinde bestmöglich an das Einwohnerwachstum angeglichen. In der Vergangenheit wurde die Wirtschafts- und Wohnentwicklung von den jeweiligen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde geplant und in den Samtgemeinderat eingebracht. Es galt das ungeschriebene Gesetz die Gemeinden in ihrer gewünschten Entwicklung nicht zu beeinträchtigen und den Wünschen der Mitgliedsgemeinden zu entsprechen. Für die Zukunft sehe ich für die Samtgemeinde eine mit und zwischen den Mitgliedsgemeinden gemeinsam abgestimmte, ausgewogene und bedächtige Entwicklung als ratsam an, um zum einen gemeinsame Entwicklungen anzustreben und zum anderen einen schonenden, naturresourcenschützenden Landschaftsverbrauch in allen Mitgliedsgemeinden zu gewährleisten. Die Zuständigkeiten der Gemeinden sollen hiermit nicht eingeengt oder beschnitten werden, ich sehe dies als freiwillige Gesprächsbereitschaft für ein gemeinsames Entwicklungskonzept für unsere Samtgemeinde.
4. Wo sehen Ich meine Schwerpunkte?
Meine Schwerpunkte sehe ich insbesondere in der Finanzpolitik um in der nicht leichten finanziellen Situation der Kommunen die bereits eingeschlagene Finanzkonsolidierung fortzuführen und für anstehende Sanierungs- und Ergänzungsinfrastrukturmaßnahmen Fördertöpfe bei Europa, Bund und Land zu öffnen um eine intensive Förderung für unsere Region zu erhalten. Als große Chance sehe ich hierbei die ab 2007 in Aussicht stehenden Förderprogramme wie zum Beispiel ILEK, Konvergenz und andere.
Einen weiteren Schwerpunkt sehe ich in der Leitung der Verwaltung um unsere Samtgemeinde für die Zukunft auszurichten und die von mir angestrebten Maßnahmen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürgern in unserer Samtgemeinde zeitnah und kostengünstig umzusetzen. Dazu gehört für mich der intensive Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Vereinen und Verbänden unserer Region sowie den politischen Parteien um Vorstellungen und Ideen für unsere Samtgemeinde offen gegenüberzustehen.